Neuer Slot für Lot


Die Wege am Warschauer Airport sind kurz – perfekt für Umsteigeverbindungen nach Nordamerika oder Asien. Wer von Stuttgart aus in die polnische Hauptstadt möchte, hat zweimal am Tag die Gelegenheit dazu.

Flotte Lot: Die Triebwerke des Dreamliners haben einen Durchmesser von 2,82 Meter und sorgen für rasante Geschwindigkeiten von rund 950 km/h. Im Cockpit gibt’s die neuste Technik für die Piloten.

Die Embraer 175 ist fast immer voll. Fluggäste, die mit Lot Polish Airlines von Baden-Württembergs Landeshauptstadt Richtung Chopin-Airport abheben wollen, haben seit Sommer 2017 zwölfmal in der Woche die Gelegenheit dazu – und sie nutzen sie. Ob die Reisenden Warschau erkunden oder sich von diesem Drehkreuz zu rund neunzig Destinationen rund um den Globus aufmachen: Lot, zu Deutsch „Flug“, ist ein Jahr vor ihrem neunzigsten Geburtstag gefragter denn je.

2017 gingen insgesamt knapp sieben Millionen Passagiere an Bord der Lot-Maschinen. Von der polnischen Hauptstadt gelangen sie in die Metropolen der Welt, nach Toronto oder Tokio, nach Seoul oder Chicago. Die Wege am Warschauer Flughafen sind kurz. „Wir sind eine der wirklich wenigen Airlines in Europa, die Transferzeiten von einer Stunde oder kürzer anbieten und auch einhalten können“, sagt CEO Rafal Milczarski, Chef über insgesamt 1.200 Mitarbeiter.

Im Gründungsjahr 1929 war Umsteigen noch ferne Zukunftsmusik. Die „Polskie Linie Lotnicze Lot S. A.“, wie die Staatsairline damals hieß, bot zunächst nur Flüge zu Städten innerhalb des Landes an. Mit Bukarest stand ab 1931 das erste internationale Ziel auf dem Plan. Von Beginn an war der Kranich auf dem Heck – wie etwa auch bei der Lufthansa – das Symbol der Fluggesellschaft. Er ist es bis heute. Während des Zweiten Weltkriegs musste die Airline ihren Betrieb einstellen, aber schon 1945 verband Lot Polens Hauptstadt wieder mit Berlin, Paris, Stockholm oder Prag.

Von Antonov zu Boeing

In den Nachkriegsjahren war Lot noch überwiegend mit russischen Maschinen wie Tupolew, Iljuschin und Antonov unterwegs. Schon 1955 beförderte die Airline eine Million Passagiere. Ihr Jet-Zeitalter begann dreizehn Jahre später mit einer Tupolev 134. 1973 flog die erste Lot-Maschine nach New York. Ab Mitte der Achtzigerjahre stellte die Airline ihre Flotte dann sukzessive auf westliche Marken um. Ihre derzeit rund siebzig Maschinen stammen ausschließlich von Boeing, Embraer und Bombardier.

Maßstäbe setzte Lot im Jahr 2013. Als erste Airline in Europa schickte sie die neue Boeing 787-8, besser bekannt unter dem Namen Dreamliner, auf die Langstrecke. Heute sind acht dieser Maschinen mit dem Lot-Schriftzug unterwegs, demnächst sollen vier Boeing 787-9 dazukommen. Außerdem sind schon erste Jets der neuesten Baureihe der Boeing 737 MAX8 mit dem Kranich gestartet. Weitere werden folgen, denn alle Zeichen stehen auf Wachstum. Mit neuen Destinationen ab Warschau wie dem großen Asien-Drehkreuz Singapur will Lot weitere Passagiere für sich begeistern – und 2020 zehn Millionen Fluggäste pro Jahr begrüßen.

Von Stuttgart startet Lot zweimal täglich nach Warschau. Alle Infos zu den Verbindungen gibt es unter www.lot.com.

Willkommen mit Wassersalut! Zwei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr empfingen die Maschine am Stuttgarter Airport im Juni 2017 mit ihrem Lieblingsgruß, der Dusche.
  • Anschluss STR
  • 11/17