So viel Wetter steckt im Stecker


Wie wird die Witterung in den nächsten Tagen und wie viele Passagiere kommen an den Airport? Diese Daten können bei der Energiewende helfen, wie das Praxisbeispiel vom Stuttgarter Flughafen zeigt.

Licht aus, Solaranlage an - Prognose entlastet Netz

Je nach Wetter, Tageszeit und Passagieraufkommen wird am Airport unterschiedlich viel Strom verbraucht und produziert. Wenn es zum Beispiel 24 Grad warm ist und die Sonne scheint, müssen die Terminals weder geheizt noch gekühlt werden. Die Lichter in den Gebäuden und auf der Start- und Landebahn sind ebenfalls aus. Gleichzeitig sorgen Solarkollektoren bei strahlendem Sonnenschein fleißig für Strom. Es ist also viel Energie im Netz verfügbar. An anderen Tagen läuft es gerade umgekehrt: Bewölkt und warm bedeutet, dass wesentlich mehr Energie benötigt wird und weniger umweltfreundlicher Strom entsteht. Das Netz ist also stärker beansprucht.

Am Stuttgarter Flughafen errechnet ein selbstlernendes System ständig, wie viel Energie in den nächsten Tagen benötigt und produziert wird. Jahreszeit, Wettervorhersage und voraussichtliches Passagieraufkommen fließen in die Prognose mit ein. Mithilfe dieser Analyse kann für Tage mit hoher Netzbelastung vorgesorgt werden.

Mit schlauen Netzen Richtung Zukunft

„Je nach Tages- und Jahreszeit wird unterschiedlich viel Strom aus erneuerbaren Quellen produziert. Um sie trotz der Schwankungen bestmöglich nutzen zu können, brauchen wir intelligente Netze wie hier im Beispiel. So bleibt die Energiewende kein Traum.“

Mehr zu den laufenden Projekten gibt’s unter www.stuttgart-airport.com/fairport-str.


  • Fokus STR
  • Simon Kirchgeßner
  • 11/17