E-Klima für E-Busse


Auf den ersten Blick sind sie kaum zu sehen, dabei verbergen sie sich in so vielen Fahrzeugen: Die Produkte des Automobilzulieferers Eberspächer. Auch am Flughafen Stuttgart werden sie eingesetzt – etwa in den Passagierbussen auf dem Vorfeld.

Die Sonne prallt auf das Pflaster, der Beton reflektiert die Hitze: Auf der schattenlosen Asphaltfläche des Vorfelds steigen die Temperaturen im Hochsommer blitzschnell an. Während Passagiere nur kurze Strecken zwischen Flieger und Gate in den Bussen verbringen, ist es für die Fahrer der tägliche Arbeitsplatz. Die Kabine angenehm kühl zu halten, ist technisch eine Herausforderung: Die Türen stehen schließlich für längere Zeit offen, damit die Passagiere ein- und aussteigen können. Eine speziell angefertigte Lüftung ist hier gefragt – etwa die Klimaanlage AC 403 E von Eberspächer aus Esslingen am Neckar. Wie das Fahrzeug selbst wird auch sie elektrisch betrieben.

Die AC 403 E ist eine elektrisch angetriebene Klimaanlage, die für eine angenehme Temperatur in der Fahrerkabine sorgt. Sie ist auf dem Dach der Vorfeldbusse montiert.

Ob USA, Brasilien oder China – achtzig Standorte auf vier Kontinenten zählt der Automobilzulieferer. Vom baden-württembergischen Landesflughafen reisen dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Welt. „Von meinem Büro aus bin ich in 25 Minuten beim STR, deshalb beginnen dort auch rund neunzig Prozent meiner Businessreisen“, sagt Heinrich Baumann, Geschäftsführender Gesellschafter der Eberspächer Gruppe. „Mir fällt unsere Aufdachklimaanlage auf den Vorfeldbussen natürlich immer sofort auf.“

„Unsere Kunden, Lieferanten und Unternehmensstandorte sind auf der ganzen Welt verteilt. Die Nähe zum Flughafen Stuttgart ermöglicht uns eine schnelle Anbindung zu unseren globalen Einsatzorten.“

Bus, Bagger, Boot

Die Bandbreite an Produkten der Eberspächer Gruppe ist groß. Nicht nur für Klimasysteme, sondern auch für Abgastechnik, Fahrzeugheizungen und -elektronik ist Eberspächer ein gefragter Partner der Automobilindustrie. Damit das Unternehmen einer der führenden Systementwickler bleibt, arbeiten weltweit fast 900 Ingenieurinnen und Ingenieure an zukunftsorientierten Lösungen. Ob E-Mobilität, Digitalisierung oder Sicherheit beim autonomen Fahren: Das Portfolio erweitert sich stets entsprechend der neuen, individuellen Bedürfnisse der Kunden. Dabei kommen die Produkte in den unterschiedlichsten Fortbewegungsmitteln zum Einsatz – vom Bus über den Bagger bis hin zum Boot. Mehrere Millionen Fahrzeuge sind weltweit mit Technologien von Eberspächer unterwegs.

Die Qualitätsanforderungen an das Unternehmen sind daher äußerst hoch. Um sichere und auch umweltfreundliche Technologien gewährleisten zu können, testen die Mitarbeiter die Innovationen unter simulierten Extrembedingungen in Prüfständen: In sogenannten Shaker-Anlagen müssen die Produkte etwa ihre Festigkeit unter Beweis stellen oder in Kältekammern eisigen Minusgraden standhalten. So werden potentielle Fehlerquellen möglichst von Anfang an ausgeschlossen. Die zuverlässige Leistung des Familienunternehmens spiegelt sich in den steigenden Umsatzzahlen wider: Rund 4,6 Milliarden Euro konnte die Eberspächer Gruppe 2018 verbuchen.

Härtetest: In der Shaker-Anlage werden die Produkte so richtig durchgerüttelt.
Meilensteine der Firmengeschichte

1865 - Jakob Eberspächer gründet einen Handwerksbetrieb in Esslingen.

1931 - Beginn der Produktion von Schalldämpfern für Automobile

1933 - Das Unternehmen startet mit der Entwicklung von Fahrzeugheizungen.

1974 - Die Serienfertigung von Katalysatoren für Pkw läuft an.

2001 - Einstieg in die Fahrzeugelektronik

2004 - Mit Heinrich Baumann kommt die fünfte Generation in das Unternehmen.

2010 - Einstieg in die Busklimatisierung

2019 - Rund 10.000 Mitarbeiter arbeiten weltweit an 80 Standorten in 29 Ländern.

 


  • Region STR
  • Christine Dachs
  • 05/19