Frag mal Frank: Lena


Lena (6 Jahre) aus Wien will wissen: Wie entstehen diese Luftlöcher, in die Flugzeuge manchmal geraten?

Liebe Lena,

wenn du fliegst, kann es passieren, dass die Maschine auf einmal wackelt. Das dauert nur wenige Augenblicke und fühlt sich so an, als würde man mit einem Auto über Kopfsteinpflaster fahren. Hoch über den Wolken handelt es sich aber nicht um eine Unebenheit auf der Straße, sondern um ein so genanntes Luftloch. Gerät ein Flugzeug dort hinein, so verliert es kurzzeitig an Höhe. Allerdings gibt es keine echten Löcher, wie zum Beispiel in einem Stück Käse. Denn Luft befindet sich überall um uns herum und ist immer unsichtbar.

Piloten sprechen deshalb von „Clear Air Turbulence“ – also von Turbulenzen, die weder mit dem bloßen Auge noch mithilfe des Radars geortet werden können. Der Begriff beschreibt eine wirklich spannende Besonderheit der Natur: Warme Luft ist leichter als kalte. Sie steigt nach oben, während die schwerere, kalte Luft nach unten strömt. Diese senkrechten Bewegungen werden auch Auf- und Abwinde genannt. Befindet sich ein Flugzeug gerade in einer Zone, in der die beiden Winde aufeinandertreffen, so rauscht nicht nur die kalte Luft plötzlich nach unten, auch der Flieger wird kurz abwärts gedrückt. Aber keine Sorge! Flugzeuge können weitaus stärkeren Kräften trotzen und sich trotzdem sicher fortbewegen. 

 

Ich zeichne es dir auf ein Blockblatt!"

Frank Ditzinger, Leiter Flughafenführungen

Wenn du auch eine Frage zum Flughafen hast, dann schreibe an: fragmalfrank@stuttgart-airport.com. Wichtig ist, dass du Name, Alter und Wohnort angibst und ein Bild von Dir mitschickst. Diese Daten werden einmalig im Flugblatt verwendet.



  • Region STR
  • Christine Dachs
  • 02/19