Die Supermarkt-Frischewelt am STR – Eine Reise hinter die Kulissen


Ein Highlight am STR ist sicherlich der EDEKA im öffentlichen Bereich. Seit August 2016 glänzt die Filiale mit ihren langen Öffnungszeiten von 06.00 bis 22.00 Uhr. Wir haben Florian Jäger getroffen, Inhaber insgesamt vier erfolgreicher EDEKA-Filialen, und ihm einige spannende Fragen gestellt.

Als Inhaber mehrerer EDEKA-Filialen sind Sie mit dem Geschäftsfeld vertraut. Was sind die Unterschiede eines herkömmlichen Ladens im Vergleich zum Standort am Flughafen?

Es gibt sehr viele Unterschiede. Der gravierendste ist das Kaufverhalten der Kunden am Flughafen, woran man sich als Betreiber erst einmal gewöhnen muss. Wir verkaufen wesentlich mehr To-go-Produkte sowie Süßwaren und Salzgebäck als in den anderen Filialen.

Eine große Herausforderung war definitiv der Ladenbau, vor allem in Bezug auf die besonderen Ansprüche des Brandschutzes hier am Flughafen, die bei einem üblichen Markt sehr untypisch sind. Auch die gewohnte Organisation des Tagesgeschäfts haben wir zu Beginn komplett auf den Kopf gestellt und an das besondere Kaufverhalten angepasst.

Wie sieht Ihr typischer Alltag aus und welche Besonderheiten ergeben sich am STR?

Der Tagesablauf ergibt sich aus den unterschiedlichen Sortimentzusammensetzungen. Als Inhaber ist es mir besonders wichtig, täglich in den verschiedenen Märkten vor Ort zu sein, um die Organisation mit den Mitarbeitenden abzustimmen und auch selbst mit anzupacken.

Das Schöne ist, dass jeder Markt seinen eigenen Charakter hat. Während die Filiale in Musberg ein typischer kleiner Supermarkt im Dorf ist, sind die Bedingungen in Stuttgart-Plieningen durch die Nähe zur Universität ganz anders. In der Filiale am Flughafen herrscht eine ganz eigene Welt. An 365 Tagen im Jahr bedienen wir unsere Kunden.

Aufgrund der unterschiedlichen Nachfragen gab es schon zu Beginn mehrere Korrekturen des Sortiments, bis wir die passende Zusammensetzung gefunden hatten. Das Besondere ist, dass die Warenbereiche, in denen Neues probiert werden kann, im Vordergrund stehen. So sind dort neue Variationen an gesunden Snacks für unterwegs, frische Salate und Obstschalen zu finden.

Die Corona-Pandemie und die Schließung der Gastronomie haben das Leben der Menschen in die eigenen vier Wände verlagert. Wie hat sich dies in Ihren Filialen bemerkbar gemacht?

Wir haben deutliche Veränderungen an allen Standorten festgestellt. Die Nachfrage nach gesunden Produkten ist eindeutig gestiegen. Zwar gab es schon vor Corona den Trend der bewussten Ernährung, er hat aber durch die Pandemie nochmal deutlich an Fahrt aufgenommen.

Ich denke, dass viele Menschen aufgrund der Einschränkungen und wenigen sportlichen Bewegung mit einer gesunden Ernährung den negativen Folgen entgegenwirken möchten. Unsere Kunden greifen seltener zu fertigen Produkten wie Convenience Artikeln, da sie viel mehr Zeit haben, zu Hause frisch zu kochen und zu backen.

Wie blicken Sie als Unternehmer am Flughafen Stuttgart in die Zukunft?

Ich denke nicht, dass es von heute auf morgen wieder so wird wie früher, mittelfristig bin ich jedoch sehr optimistisch. Jedes Mal, wenn ich an den zahlreichen Baustellen vorbeifahre, auf denen fleißig am Fernbahnhof und der Stadtbahnstrecke gearbeitet wird, denke ich daran, was für ein infrastruktureller Knotenpunkt hier wächst. Auch wenn ich davon ausgehe, dass die Flugbewegungen vorerst nicht das Vorkrisenniveau erreichen, sehe ich den Flughafen Stuttgart als absolut zukunftsträchtigen Standort.

Wie rüsten Sie Ihre Filialen für die Sommermonate?

Ich bin zuversichtlich, dass sich die Lage bis zum Sommer bessern wird. Wir stellen uns auf eine steigende Frequenz ein und halten weiterhin die Stellung mit frischen Sommer-Angeboten.

EDEKA Jäger

Terminal 3, Ankunft, öffentlicher Bereich

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  • 06/21