Mit Bitcoins ins Baltikum


Ab März 2019 bringt Airbaltic Passagiere von Stuttgart nach Riga. Tickets bekommen Reisende nicht nur für Euros, sondern auch im Tausch gegen digitale Zahlungsmittel. Bei den Flugzeugen setzt die Airline hauptsächlich auf einen Typ.

Als Papst Franziskus im Herbst 2018 Vilnius, Riga und Tallinn besuchte, reiste er mit Airbaltic. Unterwegs war das Oberhaupt der katholischen Kirche im Airbus A220-300. Auf den derzeit modernsten Jet seiner Klasse setzt die lettische Staatsairline. Im November 2016 war sie die weltweit erste, an die das Modell ausgeliefert wurde. Aktuell sind 13 Maschinen dieses Typs in der Flotte, bis 2022 sollen es insgesamt fünfzig sein – so der Plan. „Das Flugzeug trägt entscheidend dazu bei, unsere Betriebskosten auf einem niedrigen Niveau zu halten“, sagt Martin Gauss, Geschäftsführer von Airbaltic. „Heute profitieren wir von den effizientesten Einzelflugzeugen ihrer Art, mit Treibstoffeinsparung von mehr als 22 Prozent“, so der CEO. Breitere Sitze, größere Fenster und mehr Stauraum für Gepäck als bei Referenzmodellen seien Garanten dafür, dass aus Airbaltic-Passagieren zufriedene Stammkunden werden, so die Fluggesellschaft. Was bei den Reisenden außerdem gut ankommt, ist die Verlässlichkeit: 2014, 2015 und 2017 war Airbaltic weltweit die pünktlichste Airline.

Innovation im Fokus

Besonders in der Tech-Branche gilt die Region im Nordosten Europas als aufstrebendes Vorbild. Dazu passt, dass Airbaltic weltweit die erste Fluggesellschaft war, die 2014 Bitcoins als Zahlungsmittel für ihre Tickets akzeptierte. „Unser Ansatz ist es, Kunden und Service in den Mittelpunkt zu stellen“, sagt Gauss. Die Passagierzahlen stiegen in den vergangenen Jahren stetig. 2018 beförderte der Carrier vier Millionen Reisende, so viele wie nie zuvor. Ab 2019 fliegt Airbaltic auch nach Stuttgart. „Wir sind zuversichtlich, dass die neue Strecke nach Riga von Business- und Urlaubsreisenden gleichermaßen positiv angenommen wird“, sagt Gauss. Die Airline des deutschen CEO arbeitet mit einem hybriden Geschäftsmodell. Das bedeutet, dass die Passagiere einerseits die Möglichkeit haben, Economy-Class-Tickets zu kaufen, bei denen sie einzelne Serviceleistungen wie Gepäckbeförderung, Essen an Bord oder bestimmte Sitzplätze separat dazubuchen können. Andererseits gibt es auch Business-Class-Tickets mit inkludiertem Komplett-Service. „Innerhalb Deutschlands ist Stuttgart mit seinem Einzugsgebiet ein immens wichtiges wirtschaftliches Zentrum und damit prädestiniert für eine Direktanbindung“, so Gauss. „Riga bildet die größte Metropolregion des Baltikums mit einem vielfältigen kulturellen Angebot und hat sich inzwischen zu einem der Trend-Reiseziele der Deutschen entwickelt.“

Viermal pro Woche

Airbaltic bringt Stuttgarter Passagiere ab März immer montags, mittwochs, freitags und sonntags in die lettische Hauptstadt Riga. Mehr Infos gibt’s unter airbaltic.com.


  • Travel STR
  • Simon Kirchgeßner
  • 12/18