Vom STR … zum Inselhopping


Schönwettergarantie, kilometerlange Sandstrände und ein unendlich scheinender Ozean: Wer sich im Herbst weiterhin nach Wärme sehnt und nicht allzu weit fliegen möchte, ist auf den kapverdischen Inseln genau richtig.

330 Sonnentage im Jahr und ganzjährige Temperaturen von 23 bis dreißig Grad – wer auch in der kalten Jahreszeit baden will, ist auf dem Archipel mitten im Atlantik genau richtig. Rund 1.500 Kilometer südlich der Kanaren zählen 15 Inseln zu den Kapverden, neun davon sind bewohnt. Sie gehören zu den Makaronesien, übersetzt die „Inseln der Glückseligen“.

Vom Surferparadies Sal …

Auf der Insel Sal spielte, wie der Name schon sagt, der Salzhandel eine große Rolle. Die Salinenanlage ist inzwischen stillgelegt. Touristen können aber ein Bad in den Salzpfannen nehmen – wie im Toten Meer gehen sie auch hier nicht unter. Im Süden von Sal liegt das Flaggschiff der Kapverden: Praia de Santa Maria. Von November bis Juni begeistert der Passatwind Surfer, Segler und Co. Neun Kilometer ist der Strand lang – voll von Bars, Beachclubs sowie Surf- und Tauchstationen. Wem das zu trubelig ist, der fährt an die Westküste von Sal, echte Surf-Könner zieht es nach Ponta Preta, hier wurden schon mehrere Windsurfing-Weltmeisterschaften ausgetragen.

… zum Saharafeeling auf Boa Vista …

Schöner Anblick und schöner Ausblick: Auf Boa Vista erstreckt sich die einzige größere Sandwüste von Kap Verde, die Deserto de Viana mit feinsandigen Dünen. Auch Sal Rei, die Hauptstadt von Boa Vista, insbesondere deren Fischerviertel, ist einen Besuch wert. Außerdem hat Boa Vista die schönsten und längsten Strände der gesamten Kapverdischen Inseln: beispielsweise den Praia de Santa Mónica mit weiß gepuderten 18 Kilometern.

… oder zum Wandern nach Fogo und Brava?

Auf der Insel Fogo gibt es einen aktiven Vulkan, kreisrund und etwa 3.000 Meter hoch: der Pico do Fogo. Er hat zwei Gesichter: Bizarre schwarz-graue Landschaft auf der einen Seite, die andere, dem Wind zugewandte, ist grün und fruchtbar. Das Wahrzeichen der Insel spuckte vor mehr als 200 Jahren das letzte Mal Feuer. Die Wanderung zum Gipfel dauert vier bis fünf Stunden, wird aber mit herrlicher Aussicht belohnt. Und auch auf der kleinsten Insel der Kapverden kann man super Wandern. Die verschiedenen Pflanzen der grünen Oase Brava entdecken Wanderer, wenn sie einen der zahlreichen alten Maultierpfade gehen, die kreuz und quer durchs Hochland führen. Aber Achtung: Beschilderungen gibt es nicht.


  • Travel STR
  • Christine Dachs
  • 08/19