Wie wissen Flugzeuge eigentlich, wo sie landen müssen?


Liebe Esila,

um zu verstehen, wie Pilotinnen und Piloten den Weg zur Landebahn finden, hilft ein Blick auf die Navigation während des Fluges. Dafür nutzen sie moderne Systeme, die ihre Flugstrecke anzeigen. Ein bisschen wie das Navi im Auto deiner Eltern. Außerdem überwachen Fluglotsinnen und -lotsen den Weg des Flugzeugs und stehen über Funk mit der Crew der Jets in Kontakt.

Für die Landung kommen zusätzliche technische Hilfsmittel zum Einsatz. Dazu gehören zum Beispiel sogenannte Funkfeuer – sie senden dauerhaft Signale und unterstützen bei der Positionsbestimmung. Da es bei dieser Technik jedoch zu leichten Abweichungen kommen kann, sind sie heute nicht mehr das wichtigste Hilfsmittel für die Pilotinnen und Piloten.

Frank Dizinger, Leiter der Flughafenführungen

Die meisten Passagierflugzeuge nutzen heute das Instrumentenlandesystem, kurz ILS. Die beiden wichtigsten Teile des Systems sind der Landekurs- und der Gleitwegsender. Sie zeigen der Crew an, ob das Flugzeug zu weit rechts oder links auf die Landebahn
zufliegt und ob es in der richtigen Geschwindigkeit sinkt. So steuern die Crews das Flugzeug auf den richtigen Kurs. Eine solche manuelle Landung ist aber nur bei gutem Wetter und klarer Sicht möglich, da die Pilotinnen und Piloten sich vor dem Aufsetzen an den weißen, grünen und roten Lichtern der Start- und Landebahn orientieren müssen. Bei schlechtem Wetter kann das ILS die Maschine automatisch landen, während die Pilotinnen und Piloten alles aufmerksam überwachen. Wenn du das nächste Mal ein Flugzeug landen siehst, weißt du jetzt ganz genau, wie die Pilotinnen und Piloten den Weg zur Landebahn gefunden haben.

Dein Frank Dizinger

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