Vom analogen Funk bis zur digitalen Präzision – die Geschichte des Towers am STR Wie sich die Flugsicherung am Stuttgart Airport vom handgezeichneten Kurs bis zur Hightech-Radarüberwachung entwickelte: Vom ersten Tower auf dem Flugbetriebsgebäude in den 1960ern über den einzigartigen Standort außerhalb des Flughafengeländes bis hin zur Lichtkunstinstallation „Public Face II“. Ein Blick hinter die Kulissen des Herzstücks der Luftsicherheit – damals und heute.

Telegrafisch übermittelte Koordinaten – per Hand auf Karten eingezeichnet. Mit diesen analogen Mitteln begann die Arbeit der Lotsinnen und Lotsen in der Luftsicherheit. Mit dem Sprechfunk vereinfachte der technische Fortschritt Anfang des 20. Jahrhunderts die Kommunikation mit den Pilotinnen und Piloten. Damals reichten diese aus heutiger Sicht einfachen Werkzeuge für die wenigen Flugbewegungen aus. Doch mit zunehmendem Luftverkehr stiegen auch die Anforderungen an die technischen Hilfsmittel und die Lotsinnen und Lotsen, die sie bedienten. Bald sorgten die grünen, trüb-flimmernden Bildschirme der Radargeräte für mehr Präzision waren jedoch noch anfällig für Störungen, etwa durch Gewitterwolken.
Heute überwachen mindestens drei Lotsinnen und Lotsen der Deutschen Flugsicherung (DFS) gleichzeitig rund um die Uhr den Luftraum über dem Stuttgart Airport (STR). Sie haben direkten Sichtkontakt zu den Flugzeugen und koordinieren Starts und Landungen mithilfe moderner Instrumente. Über Funk stehen sie ständig mit dem Cockpit in Verbindung. Verlässt ein Flugzeug den Nahbereich des Flughafens, übergeben die Tower-Lotsinnen und -Lotsen die Kontrolle an die DFS-Kontrollzentralen, die den weiteren Flug überwachen.

Inbetriebnahme des Kontrollturms auf dem Dach des Flugbetriebsgebäudes, ausgestattet mit der damals fortschrittlichen ASR-4-Radartechnik.
Eröffnung des neuen Towers der aufgrund der Runway-Verlängerung an den nordöstlichen Ortsrand von Bernhausen verlegt wurde. Dieser befindet sich mangels Platz als einziger Tower Deutschlands außerhalb des eigentlichen Flughafengeländes.


Von September bis Oktober zierte die Lichtkunstinstallation „Public Face II“ das Dach des Towers. Der Smiley spiegelte die Stimmung in den sozialen Netzwerken wider, welche von den Künstlern in Echtzeit ausgewertet wurden.