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Hoch hinaus für stabile Systeme


Wenn Marius Wallrich die Windmessgerät auf dem Tower am Flughafen Stuttgart wartet, hat er einen klaren Auftrag: Die Sensoren müssen die Windgeschwindigkeit und -richtung präzise erfassen. Der 38-Jährige ist Elektroniker für Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) am Landesairport und zuständig für die Gebäudeleittechnik auf dem gesamten Campus.

Die MSR-Technik ist Teil des digitalen Nervensystems am Flughafen: Tausende Sensoren messen kontinuierlich Parameter wie beispielsweise Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Die Daten laufen in einer zentralen Gebäudeleittechnik zusammen, die automatisch reagiert – sie regelt Lüftungen, Beschattungsanlagen und erfasst wichtige Verbrauchsdaten. Störungen an Bauteilen werden in digitalen Systemen gemeldet, in denen Wallrich den Status der Anlagen überblicken kann.

„Die Anlage zeigt mir auf einen Blick, wo etwas nicht stimmt. Dann schaue ich vor Ort nach: Ist ein Sensor defekt oder kommt überhaupt ein Signal an", erklärt Wallrich. Das wichtigste Arbeitsgerät ist dabei ein Messgerät. Die Arbeit beginnt oft am Computer und endet in Technikzentralen, auf Dächern oder auch mal direkt im Operationsgebäude am STR. Wenn zum Beispiel die Wetterstation auf dem Tower eine Störmeldung sendet, ist eine schnelle Reaktion gefragt.

Sensoren, Server, Sicherheit

Besonders eng arbeiten Wallrich und die anderen Teammitglieder mit den Leitstellen der Flughafenfeuerwehr sowie für Sicherheit und Technik zusammen, die im Tower sitzen. Dort gehen alle technischen Systemmeldungen ein. Und das rund um die Uhr: „Wenn nachts eine Störung reinkommt, gibt es in jedem Team eine Bereitschaft, die eingreifen kann."

Die Dimensionen sind beachtlich: Das Team der Gebäudeleittechniker betreut über 100.000 Datenpunkte. Auch die Lüftungsanlagen funktionieren nur, wenn die Daten korrekt erfasst werden. Die Kältemaschinen sorgen dafür, dass im Sommer auch bei 35 Grad innerhalb der Terminals angenehme Temperaturen herrschen. Jede Anlage ist vernetzt und meldet ständig ihren Status an die Zentrale.

Arbeiten, wo andere Höhenangst bekommen

Wallrich hat eine Ausbildung zum Elektriker für Energie- und Gebäudetechnik absolviert und sich danach zum Elektrokonstrukteur weiterqualifiziert. Seit 2022 setzt er seine Fähigkeiten am Landesairport ein. „Für unseren Job braucht man technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und muss analytisch arbeiten können. Wenn eine Anlage nicht richtig läuft, kann das viele Ursachen haben. Und man darf auch keine Angst vor Höhe haben", lacht er. „Wir sind jeden Tag an einem anderen Einsatzort in der Airport City“, erzählt Wallrich weiter, der ursprünglich aus Trier kommt. Deshalb sei die Aufgabe am STR der „schönste Job, den ich mir vorstellen kann“.

Für Reisende bleibt diese wichtige Arbeit meist unsichtbar. Doch ohne funktionierende Gebäudeleittechnik würde der Flughafenbetrieb nicht reibungslos klappen. Wallrich und seine Kolleginnen und Kollegen sorgen dafür, dass alles rundläuft. Und das an 365 Tagen im Jahr, wenn nötig auch rund um die Uhr.

Ausbildung am Airport

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Der Flughafen Stuttgart bietet viele spannende Ausbildungsberufe in Mechatronik, Fachinformatik oder Elektronik an – mit Übernahmegarantie! Der Bewerbungsstart für den nächsten Ausbildungsjahrgang ist im Juli 2026.


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  • Kai Leitenberger
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