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Reiselust statt Alltagsfrust


Ob am Flughafen, im Reisebüro oder beim Scrollen durch Social Media – auch 2026 packt viele wieder das Fernweh. Warum die Menschen in Deutschland urlaubshungrig bleiben, welche Ziele gerade angesagt sind und welche Geschichten hinter ihren Plänen stecken, zeigt ein Blick auf all jene, die einfach loswollen.

11 Uhr am Flughafen Stuttgart: Fabian Kampfe packt sein Handy in den dunkelgrünen Leinenrucksack zwischen seinen Füßen. „Mich hat es schon immer ins Ausland gezogen. Je weiter weg, desto besser“, grinst der Neunundzwanzigjährige. Auf dem Koffer seiner Freundin sammeln sich Sticker all der Orte, die sie schon gemeinsam bereist haben – doch das Fernweh lässt für die beiden nicht nach.

Damit sind sie nicht allein. Die Reiselust in Deutschland ist auch 2026 ungebrochen – das zeigte sich unter anderem auf der CMT in Stuttgart, der größten Publikumsmesse für Freizeit und Tourismus. Rund 270.000 Besucherinnen und Besucher ließen sich dort inspirieren. Bei der Eröffnungspressekonferenz gab Prof. Dr. Martin Lohmann einen positiven Ausblick auf das Tourismusjahr. Als wissenschaftlicher Berater der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e. V. (FUR) verantwortet Lohmann seit 2022 die Tourismus- und Reiseanalyse. Laut Trendstudie bleibt die Nachfrage sogar bis 2035 stabil.

„Zeit, Lust und Geld sind grundsätzlich vorhanden – 67 % der Befragten planen eine oder mehrere Reisen“- Prof. Dr. Martin Lohmann, wissenschaftlicher Berater Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e. V.

Prof. Dr. Martin Lohmann, wissenschaftlicher Berater Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e. V.
Warum Menschen jetzt aufbrechen

Spricht man mit Reisenden am STR, wird schnell klar: Das Fernweh ist groß. „Ich fliege mit meiner Freundin endlich nach Südkorea“, erzählt Fabian Kampfe begeistert. Ein guter Freund von ihm lebt seit einigen Jahren in Seoul. Nachdem dieser ihn im vergangenen Jahr in Deutschland besucht hat, reist Kampfe nun gemeinsam mit seiner Freundin dorthin. „Wir fliegen ab Stuttgart, weil uns Frankfurt zu groß ist“, lacht der Stuttgarter, „am STR ist der Start in die Reise viel entspannter. Und mit einem Umstieg in Amsterdam haben wir noch einen halben Tag, um uns dort die Stadt anzuschauen, bevor wir dann nach Seoul starten.“ Asien ist für Fabian Kampfe und seine Freundin nicht neu: 2025 waren sie zusammen in Thailand. „Fernreisen nach Asien haben in den letzten Jahren stark zugelegt“, bestätigt Huran Auzery, Leiter des Reisecenters alltours am Stuttgart Airport. Südkorea, Thailand und Vietnam seien äußerst angesagt, aber besonders oft fragen Kundinnen und Kunden explizit nach Japan als Ziel ihrer nächsten Reise. Doch auch Skandinavien wird mit Zielen wie Dänemark, Schweden oder Finnland immer beliebter.

 

69 Mio. Urlaubsreisen 

treten die Deutschen im Jahr 2025 an 
und der Trend bleibt stabil bis 2035 –
davon 15,18 Mio. im Inland,
31 Mio. ans Mittelmeer und
5,52 Mio. Fernziele.

Spricht man mit Reisenden am STR, wird schnell klar: Das Fernweh ist groß. „Ich fliege mit meiner Freundin endlich nach Südkorea“, erzählt Fabian Kampfe begeistert. Ein guter Freund von ihm lebt seit einigen Jahren in Seoul. Nachdem dieser ihn im vergangenen Jahr in Deutschland besucht hat, reist Kampfe nun gemeinsam mit seiner Freundin dorthin. „Wir fliegen ab Stuttgart, weil uns Frankfurt zu groß ist“, lacht der Stuttgarter, „am STR ist der Start in die Reise viel entspannter. Und mit einem Umstieg in Amsterdam haben wir noch einen halben Tag, um uns dort die Stadt anzuschauen, bevor wir dann nach Seoul starten.“ Asien ist für Fabian Kampfe und seine Freundin nicht neu: 2025 waren sie zusammen in Thailand. „Fernreisen nach Asien haben in den letzten Jahren stark zugelegt“, bestätigt Huran Auzery, Leiter des Reisecenters alltours am Stuttgart Airport. Südkorea, Thailand und Vietnam seien äußerst angesagt, aber besonders oft fragen Kundinnen und Kunden explizit nach Japan als Ziel ihrer nächsten Reise. Doch auch Skandinavien wird mit Zielen wie Dänemark, Schweden oder Finnland immer beliebter.

 

 

„Die Menschen wollen reisen – als Landesairport verbinden wir Baden-Württemberg direkt mit über 120 Zielen in 40 Ländern, dazu kommen starke Hub‑Anbindungen. So öffnen wir vom STR aus täglich das Tor zur Welt.“ - Ulrich Heppe, Sprecher der Geschäftsführung

Luca Merkle, Passagier am Flughafen Stuttgart

Trotz globaler Unsicherheiten bleibt Reisen ein Grundbedürfnis, für viele wird der Urlaub und Abstand vom Alltag vielleicht sogar wichtiger denn je. Luca Merkle fasst es locker zusammen: 

„Einfach durchatmen und Sonne tanken.“ 

Zum Abschalten fliegt der Dreißigjährige nach Fuerteventura – Sonne, blauer Himmel und Wellenrauschen statt grauer Wolken, Nieselregen und Stadtlärm. 

Reisebüro-Chef Auzery beobachtet zudem: „Gerade wegen der Krisenzeiten ist Sicherheit beim Buchen wichtiger geworden. Viele entscheiden sich früher und greifen häufiger zu Pauschalreisen. Als Reisebüro direkt am STR sind wir sieben Tage die Woche erreichbar.“

Reels, Trends und echte Inspiration

Ob Solo-Travel, Backpacking durch Europa oder der perfekte Insta-Sunset – Social Media beeinflusst weiterhin, wohin die Reise geht. Eine vom Flughafen Stuttgart in Auftrag gegebene Studie zeigt: Vor allem die Generation Z lässt sich stark durch Instagram, TikTok & Co. inspirieren. Social Media steigert dabei nicht nur die Erwartungen, sondern weckt oft überhaupt erst die Sehnsucht, die Welt zu sehen.

„Travel-Content macht Lust aufs Reisen. Aber oft buche ich erst, wenn jemand aus meinem Umfeld wirklich dort war. Instagram kann halt täuschen“, berichtet Marie, ihren Nachnamen möchte sie aus persönlichen Gründen nicht nennen, der Redaktion ist er bekannt. Ihr Ziel ist Marrakesch und mit einem Kaffeebecher in der Hand sitzt sie entspannt am Gate und wartet auf ihren Flug. Die Fünfundzwanzigjährige hatte die rote Stadt nördlich des marokkanischen Atlasgebirges schon länger ins Auge gefasst: „Meine Cousine war letztes Jahr in Fez und hat so von Marokko geschwärmt, dass ich meinen Flug nach Marrakesch endlich buchen musste.“ Auch Prof. Lohmann bestätigt: „Die Inspiration hat meist eine persönliche Quelle – selbst, wenn sie über soziale Medien kommt, dann oft durch Menschen, die wir kennen.“ Viele nutzen Social Media aber auch ganz pragmatisch. „Wenn ich abends ein Restaurant suche, schaue ich auf Instagram oder Tik- Tok. Das ist superpraktisch“, erzählt die zwanzigjährige Laura Pankesch. Sie selbst reist nach Budapest – Freunde besuchen. „Das Beste ist, wenn man überall auf der Welt Leute kennt. Dann hat man immer jemanden, den man nach Tipps fragen kann“, lacht die Erasmus-Studentin.


Deborah Wahr teilt ihre Reisen mit ihren Followern auf Instagram

Auch künstliche Intelligenz spielt für viele eine immer größere Rolle bei der Urlaubsplanung. „Wir haben die Deutschen im vergangenen Herbst gefragt, wie sie KI-gestützte Anwendungen für die Reiseplanung einschätzen – und rund die Hälfte bewertet deren Einsatz positiv“, erklärt Lohmann. 

Auch Deborah Wahr nutzt digitale Helfer für ihre Trips: 

„Gerade bei Kurzreisen, wenn die Zeit knapp ist, frage ich die KI zum Beispiel, was ich zu dieser Saison an meinem Reiseziel unternehmen kann – idealerweise eine Mischung aus Erleben und Entspannen.“ 

Ganz ohne Gegencheck geht es aber nicht, betont sie mit einem Lächeln: „Man sollte die KI-Vorschläge natürlich nochmal prüfen. Nicht, dass man plötzlich vor verschlossenen Museumstüren steht, weil die Infos veraltet sind.“ 

Reisebüros: Verlässlicher als jeder Algorithmus

Während insbesondere junge Reisende durch Social Media scrollen, setzen andere weiterhin auf persönliche Beratung. „Wir bekommen die Angebote unseres Reisebüros zugeschickt“, erzählt das Ehepaar Kowalczyk. „Dann suchen wir uns etwas Schönes aus und buchen telefonisch.“ Mit fast sechzig, zieht es sie dieses Jahr wieder nach Madeira – „Die schönste Insel der Welt“, schwärmen sie. Auch die Maiers, Mitte siebzig, bleiben der klassischen Buchung treu und erfüllen sich dieses Frühjahr den Traum, die Mandelblüte auf Mallorca zu erleben. „Rund 90 % unseres Geschäfts machen Stammkunden aus“, erklärt Huran Auzery. Besonders kleinere Reisebüros sind auf wiederkehrende Kundschaft angewiesen – können dafür aber nach Jahren der Erfahrung deutlich persönlicher beraten. 

Huran Auzery betreut seine Kundinnen und Kunden als Leiter des alltour Reisecenters am Flughafen Stuttgart

2026 zeigt sich am Flughafen Stuttgart ein klares Bild: Menschen wollen raus, Neues entdecken, Sonne tanken, Freunde besuchen, sich Träume erfüllen – oder einfach mal die Perspektive wechseln. Egal ob Insta-Fans, Asien-Erkundende, Madeira-Begeisterte oder Pauschalreisende, am Ende treibt alle derselbe Gedanke an: Es gibt noch so viele Orte zu entdecken.


  • Stories STR
  • Zoe Zeimantz
  • 03/26