Digitaler Zwilling


Wie können Energieverbrauch und Erzeugung optimal aufeinander abgestimmt werden? Was muss geschehen, damit der Flughafen Stuttgart möglichst viele CO2-Emissionen einspart? Um diese Fragen zu beantworten, nutzt das Team vom Umwelt- und Energiemanagement den digitalen Zwilling des STR-Energiesystems.

Digitale Vernetzung und Flexibilität in Zukunft noch wichtiger

Jahreszeit, Wettervorhersage, voraussichtliches Passagieraufkommen – die Energieplanung ist von vielen Faktoren abhängig. Naturgemäß steht nicht immer gleich viel regenerativ erzeugter Strom zur Verfügung. Um darauf gut reagieren zu können, gibt es am STR eine aktive Laststeuerung: Energie wird möglichst dann verbraucht, wenn große Mengen aus Solaranlagen oder Windparks zur Verfügung stehen. „In Zukunft wird diese Flexibilität durch digitale Vernetzung noch wichtiger. Denn konventionelle und zugekaufte Energieträger wie Öl, Gas und Strom werden durch den Ausbau von erneuerbaren Energien am Airport so gut es geht ersetzt“, sagt Miriam Feil, die sich am STR um die strategische Energieplanung kümmert. „Mit dem sogenannten Power-to-Heat-Verfahren kann künftig etwa aus eigenerzeugtem Strom auch CO2-neutral Wärme gewonnen werden.“

Miriam Feil und Simon Minder kümmern sich am STR um die strategische Energieplanung.
860 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen

Allein durch die digitale Vernetzung von Energieerzeugern und Verbrauchern können künftig circa 860 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden – das haben die Fachleute am STR errechnet. Unterstützt wurden sie dabei von einem aufwendig programmierten Computersystem: dem sogenannten digitalen Zwilling des Flughafens. Dieser ist mit sämtlichen verfügbaren Daten gefüttert und kann damit verschiedene Szenarien durchspielen. Die Ergebnisse der Simulationen sind eine von vielen Grundlagen, auf denen die Klimastrategie Destination STRzero basiert: Bis 2040 bringt der Flughafen Stuttgart die von ihm direkt verursachten Treibhausgas-Emissionen auf Netto-Null. Mehr Infos: stuttgart-airport.com/fairport-str


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  • Simon Kirchgeßner
  • 12/22